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Spargel

Das solltest du wissen!

Spargel – das solltest du über das Gemüse wissen

Schon den ganzen Winter freuen sich Spargelfreunde auf das Frühjahr, wenn die grünen und weißen Stangen geerntet werden. Früher war das edle Gemüse der adeligen Gesellschaft am Hof vorbehalten, was ihm den Beinamen "Königsgemüse" einbrachte. Heute jedoch hat er viele Liebhaber, die den Spargel als kalorienarme Beilage oder als Zutat für ein Hauptgericht servieren. MEIN GENUSS verrät dir in diesem Beitrag, warum die Pflanze seit Jahrtausenden so beliebt ist.

Wie lange dauert die Spargelsaison?

Je nach Wetterlage beginnt die Spargelsaison Ende März bis Mitte April und reicht genau bis zum 24. Juni. Langjährigen Wetteraufzeichnungen zufolge dauert es vom Johannistag nämlich mindestens 100 Tage bis zum ersten Frost. Und genauso lange braucht der Spargel, um wieder ausreichend Kraft für eine reiche Ernte im nächsten Jahr zu sammeln. Aus den Stangen wächst ein kleiner Busch mit nadelförmigen Blättern. Die grünen Blätter betreiben wie jede Pflanze Photosynthese und nutzen Licht, Kohlendioxid und Wasser, um energiereiche Substanzen herzustellen. Genau diese braucht der Spargel, um im Frühjahr wieder die köstlichen Stangen in die Erde zu treiben.

Schon seit Jahrtausenden als Heilmittel bekannt

Viele, die im Frühling Spargel mit Sauce Hollandaise oder einen anderen Klassiker genießen, wissen gar nicht, dass das Gemüse bereits vor mehr als 4.000 Jahren als Heilmittel geschätzt wurde. In China wurde es gegen Husten und bei Blasenproblemen eingesetzt. Der bekannte antike Arzt Hippokrates aus Griechenland beschrieb die Heilwirkung bereits ausführlich: bei Herzleiden, Husten, Leber- und Milzleiden, aber auch als Mittel zur Potenzsteigerung wurde die Pflanze erwähnt.

Auch im alten Rom erfreute sich Spargel großer Beliebtheit: In seinem Werk „De agri cultura" beschrieb Cato der Ältere schon im zweiten Jahrhundert v. Chr. den Anbau von grünem Spargel. Der Legende nach war auch Kaiser Augustus ein großer Fan der Köstlichkeit. Die Römer waren es, die Spargel auf ihren Feldzügen nach Mitteleuropa brachten. Viele Jahrhunderte wuchs er vorwiegend in Klostergärten, in Frankreich und England setzte der gezielte Anbau im 16. Jahrhundert ein. In Deutschland wurden die ersten Beete im Stuttgarter Lustgarten angelegt. Damals galt das Gemüse als Delikatesse und wurde vorwiegend an Adelshöfen serviert. Heute ist Deutschland Europas größter Spargelproduzent: In guten Jahren werden mehr als 130.000 Tonnen geerntet.

Spargel: gesundes Gemüse für die schlanke Linie

Im Frühjahr öfter Spargel in deinen Speiseplan zu integrieren, schlägt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Denn gerade nach dem langen Winter, wo viele es mit gesundem Essen nicht so genau nehmen, ist es Zeit Ballast abzuwerfen. Die im Spargel enthaltene Asparagusinsäure und der hohe Kaliumgehalt regen die Nierenfunktion an und helfen zu entwässern. Außerdem soll das Gemüse die Produktion von Gluatathion ankurbeln, einem körpereigenen Antioxidans, das bei der Entgiftung hilft. Darüber hinaus liefert Spargel die Vitamine A, C und E sowie Folsäure.

Bereits seit vielen Jahrhunderten ist das Gemüse als natürliches Aphrodisiakum bekannt. Die potenzfördernde Wirkung könnte auf den hohen Vitamin E-Gehalt zurückzuführen sein. Es hilft jedoch auch Frauen, um nach der Frühjahrsmüdigkeit wieder richtig in Schwung zu kommen. Mit Spargel kannst du dich übrigens richtig satt essen: 500 Gramm liefern nämlich gerade einmal 75 Kalorien.

Wichtige Tipps für die Zubereitung und Lagerung

Warum Spargel schon nach kurzer Zeit welk aussieht, liegt an dem hohen Wassergehalt. Immerhin besteht das Gemüse zu 93 Prozent aus Flüssigkeit, die bei langer Lagerung verdunstet. Um zu erkennen, ob der im Supermarkt oder Bioladen angebotene Spargel frisch ist, gibt es einen einfachen Trick: Reibe zwei Stangen aneinander, wenn dabei ein Quietschen zu hören ist, kannst du getrost zugreifen. Außerdem sollten die Köpfchen geschlossen und die Schnittstellen feucht sein.

Kannst du den Spargel nicht gleich verarbeiten, wickelst du ihn in ein feuchtes Küchentuch und lagerst ihn dunkel im Kühlschrank. Doch Achtung, Spargel übernimmt den Eigengeruch anderer Lebensmittel. Grüner Spargel hat den Vorteil, dass du ihn nur im unteren Drittel schälen musst. Bei der weißen Variante ziehst du vom Köpfchen bis zur Schnittstelle die äußere Schicht ab. Manche Experten empfehlen, das Gemüse stehend zu kochen. Doch auch wenn du keinen speziellen Spargeltopf hast, wird er gar. Damit die weiße Variante ihre Farbe behält, gib ein wenig Zitrone zum gesalzenen Kochwasser. Grüner Spargel ist nach rund zehn Minuten fertig, weißer benötigt je nach Dicke der Stangen länger.

Spargel und Kräuter passen gut zusammen

Den zarten Spargelgeschmack unterstreichen Kräuter perfekt. Die einfachste Variante das Gemüse zu genießen ist, die gekochten Stangen mit etwas Butter zu verfeinern. Kerbel und Petersilie harmonieren dazu perfekt. Doch auch Schnittlauch oder Zitronenmelisse verleihen Spargelgerichten ein rundes Aroma. Lass ich bei MEIN GENUSS inspirieren und bestelle Einzelgewürze oder Mischungen. Damit wird die Sauce Hollandaise, die Spargelcremesuppe oder das Spargelrisotto garantiert zu deiner Lieblingsmahlzeit!

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