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Wissenswertes rund um Firmengeschenke, Steuern & wie man Kundengeschenke verbucht

Was bei Geschenken an Mitarbeiter und Kunden beachtet werden muss! Kleine Geschenke zu Firmenjubiläen, zu Geburtstagen oder zu Weihnachten sind eine nette Geste und Ausdruck einer angenehmen und verlässlichen Zusammenarbeit. Wichtig ist es, die steuerlichen Gegebenheiten zu beachten. Lesen Sie in unserem kurzen Ratgeber, was Sie beachten müssen, um nicht in die Steuerfalle zu tappen.

Werbegeschenke

Nach § 516 Abs. 1 BGB darf einem Geschenk keine Gegenleistung gegenüberstehen, es muss unentgeltlich erfolgen. Für die Buchhaltung sind Belege mit Angabe von Namen und dem jeweiligen Anlass zwingend erforderlich.

Die betriebliche Veranlassung ist wichtig, dies kann sowohl geschäftlicher als auch privater Natur sein.

Beispiele: Firmenjubiläum, Willkommensgeschenk, Weihnachtsgeschenk, Geschenke zum Geburtstag, Hochzeit oder Abschied. Mitarbeitergeschenke sind keine Werbegeschenke. 


Mitarbeitergeschenke richtig verbuchen

Bei Geschenken an Arbeitnehmer gilt eine Freigrenze von 60 € netto, welche pro Person und Anlass, maximal einmal im Monat anwendbar ist. Außerdem sind diese als Betriebsausgabe voll abzugsfähig. Auch hier gilt: Bei einer Überschreitung des Warenwertes mit nur einem Cent führt dies zum kompletten Erlöschen der Freigrenze. Der Betrag muss dann als Arbeitslohn besteuert werden und wäre somit sozialabgabenpflichtig.

Geschenke an Geschäftspartner und Kunden haben eine einmalige Steuergrenze von 35 € netto pro Person und Jahr. Bei Kleinstunternehmen nach §19 USTG gelten die 35 € als Bruttobetrag. 

Hierbei handelt es sich um einen Gesamtwert im Geschäftsjahr. Das heißt, Sie dürfen Ihrem Lieferanten zweimal im Jahr eine Aufmerksamkeit über beispielsweise 15 € und 20 € zukommen lassen. Da es sich um eine Freigrenze und nicht um einen Freibetrag handelt, darf der Betrag von 35 € auch nicht um einen Cent überschritten werden. Falls dies doch geschieht, ist es nicht mehr möglich, diesen Betrag gewinnmindernd abzusetzen -auch nicht in Teilbeträgen.

Betriebsfeiern: Was gibt es für Freigrenzen?

Bei Betriebsfeiern gilt eine 110-€-Freigrenze von Zuwendungen insgesamt. Zuwendungen sind z.B. Übernachtungskosten, Speisen+Getränke sowie Geschenke.

Oftmals erfolgt die Übergabe von Geschenken auch anlässlich der Betriebsfeier des Unternehmens. Betriebsfeiern können bis zu zwei Mal pro Jahr stattfinden.

Zuwendungen des Arbeitgebers im Rahmen von Betriebsveranstaltungen bleiben bis zu einem Betrag von 110 € je Feier steuerfrei. Darüber hinaus liegt steuerpflichtiger Arbeitslohn vor. 

Ist der Steuerfreibetrag von 110 Euro bei Betriebsveranstaltungen überschritten oder werden mehr als zwei Veranstaltungen durchgeführt, liegt steuerpflichtiger Arbeitslohn vor.

Streuartikel pauschal besteuert

Kleine Geschenke, die einen Wert unter 10 € aufweisen, werden als Streuartikel bezeichnet, die nicht als Zuwendung gelten und damit nicht pauschal besteuert werden müssen. 

Streuartikel werden behandelt wie Produktproben oder Werbeartikel.

Steuerliche Freigrenzen für Incentives

Eine weitere Möglichkeit neben Geschenken sind sog. Incentives für Mitarbeiter. Hier liegt die Steuergrenze bei 44 € netto pro Person und Monat.

Üblich sind zum Beispiel Softdrinks, Kaffee, Obst oder Zuschüsse zum Mittagessen.

Bitte beachten Sie: MEIN GENUSS übernimmt keine Haftung für die tatsächliche Anwendbarkeit dieser Regelungen in Ihrem Unternehmen. Für eine Klärung wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.

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