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Ras el-Hanout

25 FEBRUAR 2016 - 0 KOMMENTARE - von Kati
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Ras el-Hanout … schon der Name dieser Gewürzmischung klingt nach Orient und Tausendundeiner Nacht. Schließt man die Augen, dann entführt ihr Duft zu den Gewürzbasaren Nordafrikas. Die einzigartige Kombination aus süßen, scharfen und bitteren Geschmacksrichtungen mischt sich harmonisch zu einem außergewöhnlichen und intensiven Aroma.

Ras el-Hanout – Der „Kopf des Ladens“

Ras el-Hanout ist arabisch und kann mit „Chef des Ladens“ oder „Kopf des Ladens“ übersetzt werden. Denn die Herstellung dieser kostbaren und aufwendigen Mischung, die als Krönung aller Gewürze gilt, ist traditionell Chefsache. Dabei hat jedes Dorf, jede Familie, jeder Gewürzhändler sein eigenes, oft streng gehütetes Rezept. Deshalb gibt es auch nicht nur eine Möglichkeit der Zusammenstellung, sondern zahllose unterschiedliche Ras-el-Hanout-Mischungen.

Zutaten und Gewürze

Je nach Rezeptur finden sich in dieser Gewürzkreation zehn bis 25 – vereinzelt sogar unfassbare 100 – unterschiedliche Zutaten und Gewürze, die für den facettenreichen Geschmack und Duft sorgen. Meist werden sehr intensive oder scharfe Gewürze wie Kardamom, Ingwer, verschiedene Pfeffer, Chili und Kreuzkümmel ergänzt mit Nelken, Anis, Muskat und Zimt. Für eine blumige und süße Note sorgen getrocknete Lavendelblüten und Rosenknospen. Die unterschiedlichen Gewürze duften nicht nur verführerisch, sie sollen außerdem das Wohlbefinden steigern und den Stoffwechsel anregen. Der oft für Ras el-Hanout verwendete Kubebenpfeffer ist übrigens die „Heilpflanze des Jahres 2016“ und soll entzündungshemmend wirken.

Kochen mit Ras el-Hanout

Die Gewürzmischung kann für nahezu jedes orientalische Gericht eingesetzt werden. Besonders für Lamm-, Couscous- und Bulgurgerichte eignet sie sich hervorragend und kann ihre Aromen voll entfalten. Bei typisch marokkanischen Gerichten aus der Tajine – einem Lehmtopf, in dem sich braten, kochen und dünsten lässt – darf Ras el-Hanout nicht fehlen. Die Gewürzkomposition beschränkt sich jedoch nicht auf die orientalische Küche. Sie eignet sich auch ganz wunderbar zum Verfeinern von Dips, gibt Suppen und Eintöpfen eine raffinierte Note und würzt gegartes Gemüse wie Mangold, Aubergine, Blumenkohl und Zucchini.

Ein vielseitiges Gewürz für jede Küche

Wer gerne orientalisch kocht, sollte also keinesfalls auf Ras el-Hanout verzichten. Es macht aber auch Freude, mit dieser außergewöhnlichen Gewürzmischung zu experimentieren und altbekannte Rezepte zu variieren. Wie wäre es zum Beispiel, der Kürbissuppe beim nächsten Mal eine ganz neue Geschmacksnote zu verleihen oder die Gemüsebeilage ein wenig aufzupeppen? Oder man mariniert beim nächsten Grillabend das Fleisch mit dieser Mischung. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, denn so vielfältig wie seine Zubereitung ist auch die Verwendung von Ras el-Hanout.


Über den Autor

Kati

Ich bin Kati Lehmann und Germanistik-Studentin aus München. In meiner Freizeit spiele ich Basketball, bin in den Bergen, lese und koche. Besonders viel Spaß macht es mir, neue Rezepte und Zutaten auszuprobieren und auf Reisen Kennengelerntes Zuhause nachzukochen.


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